~Floating layers~Farben die mein Leben beschreiben, weil mein Leben sonst wundervoll farblos ist. Farben sind als Gedanken weit schöner als auf Wänden, Stoffen und Papier...

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Trotzdem dankbar

Meine liebe, langjährige Freundin ist zu Besuch und bringt viele Geschichten aus den Randgebieten der Bielefelder Partygesellschaft mit. Sie hat immer wieder Pech mit Menschen, die sich scheiße verhalten und ist dementsprechend angepisst... Soviele Leute, die sich auf dreisteste Art und Weise asozial benehmen und sich selbst auch noch als Opfer sehen; soviele Fälle, in denen verdrogte Leute ohne Rückgrat keinerlei soziale Sanktion ausüben, obwohl alle wissen, dass es angebracht wäre; soviele Bedenken und Verurteilungen, wenn dann deshalb am Ende zur Polizei gegangen wird. Armes Deutschland. Arme, perspektivlose, abgehängte Menschen, die sich für diejenigen halten, die aufgewacht sind...

Mein Kopf fühlt sich grad ein bisschen voll an - so lange hab ich nicht mehr an diese Leute gedacht, zumindest nicht so richtig. Ich bin hin- und hergerissen: Ein Teil von mir ist resigniert und glaubt nicht daran diese Opfer jemals erreichen zu können, ein anderer Teil von mir sieht es als Herausforderung, und ein ganz großer Teil von mir könnte gerade aus Dankbarkeit weinen, weil ich anstatt mich mit Junkies herumschlagen zu müssen, meine Zeit mit den großartigsten Menschen verbringen darf, die ich kenne.

Nick hat doch Recht, wenn er sagt, dass wir alle das Ergebnis unserer Umstände sind; dass wir, die wir näher dran sind unser Potential zu entfalten, einfach Unmengen an Glück gehabt haben. All der Input, all die Muße ihn zu verarbeiten, all die in die Wiege gelegten Gaben und Talente - die hat halt nicht jeder.

Wo bleibt dabei der freie Wille? Wahrscheinlich nur in der Entscheidung sich Mühe zu geben oder nicht. Aber vielleicht nichtmal da.

Papa meinte mal, dass jeder tut was er kann und wenn er etwas nicht tut oder etwas Blödes tut, er wohl offenbar nicht anders konnte... Damit kann man niemanden mehr verurteilen. Und auf nichts mehr stolz sein. Ist vielleicht fair. Und wenn man Camus' Logik des Trotzdem folgt, ist trotzdem nicht alles sinnlos...
16.4.18 15:22


Dummheit...

In den letzten Wochen kann ich plötzlich auf sovielen Ebenen sehen, wieso meine Annahmen jahreang dämlich waren: Ich dachte in meinem Punkerkopf, dass im Osten die Front ist, und dass die Nazis, die da überall rumlaufen einen lynchen, wenn man ihnen mit Iro begegnet.
Ich dachte, dass man eine fertige Anweisungsrichtlinie für alles parat haben müsste, um überhaupt aktiv zu werden.
Ich dachte man müsste seine Beziehungen zu den Mitarbeitenden klar haben und risikofrei agieren.

Hahaha! xD
Was für ein perfektionistischer Depp ich war! Mit jedem Jahr, das ich älter werde, realisiere ich mehr, wie sehr ich meine Kindheit verschwendet habe. Mir war niemals klar, dass ich nicht als zurechnungsfähig eingestuft werde, bloß weil ich 4 bin. Ich wäre immer davon ausgegangen auf Schildern ausgewiesene Ordnungswiedrigkeiten nicht begehen zu dürfen. Ich hätte immer gedacht belangt zu werden. Und dass es selbstverständlich ist, dass man versteht.

Es hat soviele Jahre gedauert bis ich begriffen habe, dass die meisten Menschen Leute unter 12 Jahren nichtmal als echte Menschen wahrnehmen. Und das obwohl ich selbst das beste Beispiel für diese Art der Ignoranz war...

Und das ist nur eine Ebene meiner Dummheit! Diese wäre vermutlich am besten benannt mit 'Attraktivität', aber ich war ja kaum weniger anfällig für 'Rhetorik', 'Status' oder sogar 'Alter' und 'Gender'. Diese Kategoien haben nach wie vor einen Einfluss - wie auch immer der geartet sein mag, er ist nicht null. Und das ist schade.

Aber keine Angst, an dieser Stelle höre ich nicht auf. Denn diese Stelle ist bloße Awareness und das ist gut! Mind your priviledge und so... Und wenn du nicht weisst, was das bedeutet, ist das auch nicht schlimm: Komm einfach vorbei im Kanthaus oder schreib mir ne mail. Aber bitte, bitte, bitte schreck nicht zurück! Egal was du schon kennst und weisst, wenn dich diese Themen interessieren, dann schreib mir! Ich antworte garantiert
29.1.18 02:34


Für mich

Ich glaub das große Drama ist jetzt wirklich erstmal vorbei...
Er hat sich für mich entschieden!

Gleichermaßen erleichtert und dankbar bin ich. Und ich werde die intensiven Momente in meinem Herzen einrahmen. Soviel Angst und Hoffnung, Liebe und Wut, Enttäuschung und Bestätigung, Schmerz und Erfüllung. Ich hätte garnicht erwartet, dass er dazu in der Lage ist... Und das in so wenigen Tagen komprimiert. Kein Wunder, dass in der Zeit nichts anderes mehr ging...

Herrscht jetzt Klarheit? Bestimmt nicht!
Hätte ich die erwartet? Nein...^^

Obwohl... Klarheit ist vielleicht sogar in Reichweite, nur die Sicherheit ist abgeschrieben. Und zwar lustvoll und mit Absicht und Begeisterung... :yum:
Jetzt herrscht die Weisheit Kimchis: Wir können uns nur im Augenblick verpflichten, alles was darüber hinausgeht ist ungewiss. Nichts ist sicher; niemand weiß, was morgen ist. Wie kann ich etwas versprechen oder als versprochen annehmen, was wir doch alle garnicht wissen? Ich kann nur versprechen in diesem Moment den Gedanken schön zu finden die Zukunft immernoch gemeinsam zu verbringen. Mehr geht nicht, denn mehr wäre nicht ehrlich.

Und diese Perspektive fühlt sich sooo gut an! Sie ist so frei und authentisch! Sie erlaubt mir mich angstfrei zu erproben, zu artikulieren und zu fangen - ohne Erwartungen zu hintergehen oder voreilige Versprechen zu betrügen. Trotzdem gibt es natürlich Hoffnungen und Wünsche. Nur sind diese meine Verantwortung und nicht die selbstgerecht outgesourct Neediness vergangener Tage. Mit einem Partner, der dieselbe Perspektive teilt bedeutet dies höchstmögliche Akzeptanz in größtmöglichem Vertrauen. Und genau dort fühle ich mich gerade.

Jetzt.
In diesem Moment.
Und von dem ausgehend ganz weit in die Zukunft, die er mir nicht verspricht und somit jeden Tag neu schenken kann.
16.12.17 02:45


Just to come back to that: Both my parents said my blog sounds pretty sinister overall. I was surprised by that and I have to say that this kept me from blogging for a while. I thought about the people reading this and didn't want them to get a false impression. That's never good for honest blogging...

But it also made me reflect on the circumstances that make me blog. It's normally me being alone and possibily drinking at home. Guess what situation I'm in today...^^

I just came home from a month I spend with people. It was people I'm close with, people I love and who love me, but still... Coming home to an empty flat was both scary and liberating at the same time. I need this time to process, to shut out whatever is not inside of me to ensure that I'll function properly in the future as well.

Last year at this time I was in Poland. Gosh, so much has happened since then... I feel that I got freer, that I came closer to who I really am and who I wanna be. I feel more honest with myself, stronger and more present than before. I feel that I don't hide so much anymore. I realized so many inconsistencies in myself, which I haven't even been aware of before but now am actually able to tackle.

Sometimes it's painful, frustrating and exhausting but it feels like I'm on the right track. Wherever it may lead...

I'm not afraid. I'm not afraid at all and that is a beautiful sensation.
I'm grateful. I'm so grateful that I have the opportunity to explore all these experiences.
I'm priviledged and I know it.

Is this sinister? Hell, no!
I'm blessed with the possibility to find out what I really want and to then actually do it! I get more independent by the day! I have highs of happiness and surges of love on a regular basis! It's just that I normally write down all this on paper and not in bits and bytes. I write it down when it's acute and not mainly in retrospect. In retrospect I see things more differentiated and ponder over the pros and cons and what I can acually get out of all that's happening.

If that seems sinister to you then you just don't know that to me these insights are extremely valuable. Then you don't know that I find it too shallow to end an article about complex emotional relations in a tone that's only positive. Then you don't know that I think that conflicts are necessary, healthy and completely natural. They are the engine of progress on any level. Or to say it like the bodybuilders: No pain no gain...
28.9.17 21:06


Düster klingt mein Blog haben sie gesagt. So rastlos, ratlos und hilflos.
Ich war sehr überrascht das zu hören, hatte ich doch immer den Eindruck viel zu häufig damit anzugeben, wie toll mein Leben grad sei. Und nur weil ich mich selbst in Frage stelle, heisst das doch nicht, dass das unangenehm für mich bzw. negativ zu werten ist..? Ich hätte es eigentlich genau andersherum gesehen: Sich selbst in Frage zu stellen, Erkenntnisse und neue Einblicke in die Mechanismen des Selbst zu gewinnen ist doch in sich schon ein unglaublicher Gewinn! Das ist es doch, worum es geht - also mir zumindest - und deshalb gibt es IMHO kaum etwas Positiveres...
Das also nur nochmal zur Klarstellung: Wenn ich meine Gedanken über mich selbst hier teile und zu irgendwelchen Schlüssen gelange, dann bin ich froh darüber! Dann finde ich das ungemein bereichernd und erhellend, egal was genau der neue Einblick im Detail auch war. Das sind neue Hypothesen und Modelle, mit denen ich arbeiten kann, um mich und die menschliche Psyche generell besser zu verstehen und zu verorten. Nix Negatives also, wenn ihr mich fragt...
30.8.17 14:17


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