~Floating layers~Farben die mein Leben beschreiben, weil mein Leben sonst wundervoll farblos ist. Farben sind als Gedanken weit schöner als auf Wänden, Stoffen und Papier...

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Düster klingt mein Blog haben sie gesagt. So rastlos, ratlos und hilflos.
Ich war sehr überrascht das zu hören, hatte ich doch immer den Eindruck viel zu häufig damit anzugeben, wie toll mein Leben grad sei. Und nur weil ich mich selbst in Frage stelle, heisst das doch nicht, dass das unangenehm für mich bzw. negativ zu werten ist..? Ich hätte es eigentlich genau andersherum gesehen: Sich selbst in Frage zu stellen, Erkenntnisse und neue Einblicke in die Mechanismen des Selbst zu gewinnen ist doch in sich schon ein unglaublicher Gewinn! Das ist es doch, worum es geht - also mir zumindest - und deshalb gibt es IMHO kaum etwas Positiveres...
Das also nur nochmal zur Klarstellung: Wenn ich meine Gedanken über mich selbst hier teile und zu irgendwelchen Schlüssen gelange, dann bin ich froh darüber! Dann finde ich das ungemein bereichernd und erhellend, egal was genau der neue Einblick im Detail auch war. Das sind neue Hypothesen und Modelle, mit denen ich arbeiten kann, um mich und die menschliche Psyche generell besser zu verstehen und zu verorten. Nix Negatives also, wenn ihr mich fragt...
30.8.17 14:17


Hätte ich das kommen sehen müssen? Hab ich mich mit unbewusster Absicht dumm gestellt und genossen, was da kam? Ohne Rücksicht auf Verluste?
Hab ich es eigentlich kommen sehen und tief drinnen bewusst in Kauf genommen? Hab ich den feigen Ausweg gewählt, mit dem ich jetzt behaupten kann ich hätte es versucht? Hab ich es versucht? Hab ich es wirklich versucht? Versuche ich es immernoch? Oder hab ich schon aufgegeben? Wann habe ich begonnen abzuschließen?
Wie echt ist die Angst, die ich jetzt habe? Und wovor genau habe ich Angst? Davor ihn zu enttäuschen? Davor meine gewohnte Sicherheit zu verlieren? Davor am Ende doch auch allein dazustehen?
Oder davor mich selbst zu enttäuschen? Mich heillos zu verschätzen und in ein paar Jahren einen furchtbaren Fehler einzugestehen?

Ich schwimme. Ich taumle. Ich war schon lange nicht mehr so dermaßen unsicher.
Und trotzdem ist das Einzige, was ich weiß, dass ich jetzt bereit bin zu wählen. Oder vielleicht auch nur zuzugeben, dass die Wahl mir möglich ist.
Neun Jahre wirft man nicht einfach so weg...
Aber neun Jahre sind auch kein Grund nicht mehr das zu tun, was sich richtig anfühlt...
Trotz der Angst. Trotz der Unsicherheit. Und trotz des Risikos.
Vielleicht bin ich jetzt zum ersten Mal mutig.
22.7.17 23:03


Leinwand

Ich bin dir ausgeliefert
... deiner Intelligenz
... deiner Schönheit
... deiner Anziehungskraft

Kann mich nicht entziehen
... deinen Armen
... deinem Lächeln
... deinem Charme

Werde niemals satt
... deines Duftes
... deines Anblicks
... deiner Berührung

Bin so voll Liebe wie verletzlich
So erfüllt wie abhängig
So getrieben wie gefunden
So gefangen wie erhoben

Bin noch immer nicht ganz sicher,
ist das dein Verdienst oder meine Schuld?
Hab ich mich erniedrigt oder bereichert?
Hast du überhaupt einen aktiven Part..?

Bist du Objekt oder Partizipient?
Oder gar Verursacher?
Oder vielleicht doch nur Droge
und Leinwand meiner Begierden..?

---

(Sonst sind meine Gedichte rhythmischer - siehe Lyrikecke - aber diesmal wollte ich primär die Gedanken niederschreiben, bevor sie wieder verschwimmen...)
19.7.17 01:36


Andalucía

100 km in a week.
It started slow with some 5 or 6 km and then 15 km in the first days, but then I made 41 km in one day. I felt pretty high in the end and was so proud of myself! The next day I wanted to do 20 again, but was taken by a nice local in a car for 6 km even though I didn't even stick out my thumb. I was torn between gratefulness and feeling robbed of the opportunity to strech my limits again...
The next day I could do about 30 km again, following a beautiful path along the coast and even dumpster dive a lot of medication in Caños de Meca. Then again 20 km and I was already used to it.
Of course I had blisters on my feet, but seriously, if you just keep walking they'll adapt. Your feet know how to walk and you just need to expect some (increasingly long) period of time, in which the blisters will fall into place and won't interfere with your walking plans anymore...

Titi was always ahead of me. He was biking with most of our stuff, so I had to carry only about 10 kg on my back. Walking like this is easy and pleasant! And knowing that I'm walking in his direction; to seeing him waiting for me at some random corner, was something incredibly nice to me... ^_^

I know by now that he doesn't need me. But that shouldn't compromise our love, since love is not neediness - even though most of our valued contemporary culture implies otherwise... But they're wrong! If I love somebody I grant them every freedom imaginable, because I want them to be happy and grow to the most fulfilled version of themselves possible! And me, I can learn to deconstruct jealousy, to demask control issues, to debunk myths about 'love' that are just disguised possessiveness.

Oh yes, love...
This concept is so clear and vague, so big and narrow, so specific and general at the same time...
I got to know John and Kat in Algeciras and I'm super thankful to their input, because they seem to have found peace with polyamorous ideas already years ago. Especially Kat.

Polyamory means that you love for the love itself. You are never entitled to anything. You can never demand anything and think that you deserve it. You can only love for the sake of loving, Nobody is forced to stay with you because of some ancient relationship rules sheet, nobody is forced to keep up with your clingyness or jealousy. When somebody spends time with you it's because they _really_ want to. And if they don't, they don't.
But the funny thing is, that when this degree of freedom is agreed upon, the contact normally stays as intense or intensifies even...

It's logical, isn't it? To have a true connection it's beneficial to know that you don't need to hide anything. Lying is no longer necessary. Every attraction can be talked about and every restistance can be uttered. THAT is trust, openness, confidence and honesty.
Isn't that what you want your relationship to be as well..?
11.5.17 05:44


Happy..?

Bin ich jetzt glücklich oder nicht?
"Ja!" schreit die eine Hälfte meiner Seele, die vielleicht sogar drei Viertel ausmacht.
Der Rest ist sich da nicht so sicher...

Vielleicht ist mein Bedürfnis ein guter Mensch zu sein doch größer als ich dachte...
Mein guter, älterer Freund ergeht sich in psychotischen Schüben.
Meine Mutter zeigt mir in ihrer Liebe neue Defizite meinerseits auf.
Mein Liebster tut dasselbe, indem er einfach nur lächelt...

Und ich sehne mich zur gleichen Zeit nach dem einen Anderen.
Und ich sehne mich zur gleichen Zeit nach erfüllender Tätigkeit in der Ferne, nach belebendem Austausch und - die ganze Zeit unterschwellig - nach dieser Community, die im Aufbau begriffen ist, und der ich einerseits angehöre aber andererseits auch wieder nicht.

Will ich zuviel gleichzeitig?
Ist das, was ich will, vielleicht doch einfach unmöglich?
Bin ich die selfish bitch after all..?

I'm so profoundly confused, that I don't know if I can trust either my feelings or my ratio.
My Mum said that rational thinking should always serve as the last resort after every emotional intuition failed or didn't yield a satisfying result.
My whole being felt attacked by that statement, even though I did understand and appreciate it.
It just isn't my perspective...

I never knew my Mum was so emotional...
I never knew I was so coldly factual in comparison...
24.3.17 04:57


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